19.03.2019

Grüne wollen einen Thursday-for-Future

Pressemitteilung. Unter dem Motto „Fridays-for-Future“ demonstrieren seit Monaten Tausende von Schülerinnen und Schülern weltweit dafür, dass Erwachsene in und außerhalb der Politik endlich Ernst machen mit dem Kampf gegen den Klimawandel. Schönecks Grüne nehmen diesen Ball auf und bringen in die Gemeindevertretung einen umfangreichen Antrag „Schöneck treibt die Energiewende weiter voran“ ein. Sie werben bei den anderen Fraktionen dafür, Belange des Klimaschutzes bei den anstehenden Planungen für ein neues Gewerbegebiet und ein neues Wohnbaugebiet zu berücksichtigen. Weiter fordern sie Haltung beim weiteren Ausbau der Windenergie im Main-Kinzig-Kreis.

Wenn Schöneck es ernst meine mit dem Klimaschutz, so die Grünen, so müsse der Klimaschutz bei jeder Infrastrukturmaßnahme von Beginn an mitgedacht werden. „Ein neues Dach muss heute mehr können, als das Gebäude darunter warm und trocken zu halten: Es muss Sonnenenergie ernten“, nennt Gemeindevertreter Wolfgang Seifried ein Beispiel. Und wenn wohnortnahe Arbeitsplätze geschaffen würden, dann solle auch dafür Sorge getragen werden, dass diese klimaschonend erreicht werden, beispielsweise durch die Förderung fahrradfreundlicher Betriebe.

Die bisher klare Haltung Schönecks zum Ausbau der Windenergie wollen die Grünen angesichts der jüngsten Pressemitteilung des Landrats des Main-Kinzig-Kreises bestätigt wissen. Gemeinsam mit einigen anderen Gemeindeoberhäuptern hatte darin auch Schönecks Bürgermeisterin gefordert, im Teilplan Erneuerbare Energien neue Ober- und Untergrenzen einzuführen.

Dieser sieht für Schöneck Vorrangflächen vor, die noch Raum für zwei bis drei Anlagen bieten, so dass dann rund sechs Prozent der Schönecker Fläche der Windenergiegewinnung dienen. Dem hatte die Schönecker Gemeindevertretung im Jahr 2017 einstimmig zugestimmt – bei zehn Enthaltungen. Durch seine topographisch günstige Lage sei Schöneck in der Lage, das auszugleichen, was z.B. der topfebene Landkreis Offenbach oder die dicht besiedelte Stadt Frankfurt nicht leisten können, so die Grünen.

„Anstatt nun den Energiewende-Verweigerern hinterher zu laufen, könnte gerade Schöneck als gutes Beispiel für gelungene Windkraft-Projekte dienen. Auch hier waren die Bedenken aus Angst vor dem Unbekannten zu Beginn groß. Mit Errichtung der ersten Anlagen wichen diese aber einer großen Akzeptanz unter den Bürgern. Daher wollen wir die Bürgermeisterin damit beauftragen, bei den besorgten Kolleginnen und Kollegen im Main-Kinzig-Kreis mit dem positiven Beispiel Schönecks Werbung zu machen. Und insbesondere zum Hohe Straße Fest einzuladen, das beweist, dass sich unter den Windrädern sogar noch hervorragend feiern lässt“, fordert Seifried.

Fraktionschefin Dr. Barbara Neuer-Markmann setzt auf einen Schulterschluss unter der Entscheider-Generation in der Schönecker Gemeindevertretung: „Hören wir auf die Schülerinnen und Schüler und machen den heutigen Tag zum Thursday-for-Future!“

Link zum Antrag hier ...

 

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