
17.09.26 –
Seit Anfang Juli haben Schöneckerinnen und Schönecker auf einer interaktiven Karte fast 180 mögliche Standorte für neue, schattenspendende Bäume eingetragen. Jetzt soll aus den Ideen Realität werden: Mit einem Antrag zur Gemeindevertretung wollen wir erreichen, dass die Vorschläge schrittweise bewertet, auf ihre Machbarkeit geprüft und geeignete Standorte anschließend umgesetzt werden. Die Karte bleibt für weitere Anregungen offen.
„Fast 180 konkrete Vorschläge sind ein starkes Ergebnis. Es zeigt, wie viel lokale Kenntnis vorhanden ist und dass Bürgerinnen und Bürger bereit sind, sich für ihre Gemeinde einzubringen, wenn Beteiligung einfach möglich ist. Dafür möchten wir uns ausdrücklich bedanken“, sagt Fraktionschef Wolfgang Seifried.
Vom Vorschlag zur Umsetzung
Die Grünen haben unter dem Titel „Klimaanpassung: Schattenspendende Bäume und Entsiegelung“ einen Antrag für die Gemeindevertretung eingereicht. Der Antrag sieht ein mehrstufiges Verfahren vor. Zunächst sollen die Ortsbeiräte als Expert*innen ihrer Ortsteile die erfassten Standorte aus ihrer örtlichen Sicht bewerten und die Listen gegebenenfalls ergänzen. Anschließend soll der Gemeindevorstand prüfen, welche davon technisch und administrativ tatsächlich geeignet sind. Hindernisse könnten beispielsweise unterirdische Leitungen oder private Eigentumsverhältnisse sein.
Weitere Aspekte des Antrags sind Kostenschätzungen und Zuschussmöglichkeiten sowie ein Pflanz- und Pflegekonzept. Dafür soll auch externes Fachwissen hinzugezogen werden. Auch die Bürger*innen sollen weiter beteiligt werden – beispielsweise durch Veranstaltungen, Pflegepatenschaften oder Baumsponsoring.
180 + (d)einer?! Die Karte bleibt offen
Die bisher eingegangenen Vorschläge sind dem Antrag in ortsteilbezogenen Listen für Büdesheim, Kilianstädten und Oberdorfelden beigefügt. Abgeschlossen ist die Sammlung damit aber nicht. Sowohl die Ortsbeiräte als auch die Bürgerschaft können weitere Standorte ergänzen. „Wer beispielsweise an seiner Lieblingsbank im Sommer einen schattenspendenden Baum vermisst, kann ihn weiterhin ganz einfach auf unserer Karte eintragen“, lädt Seifried unter dem Motto „180 + (d)einer“ zum weiteren Mitmachen ein.
Mehr Schatten als Maßnahme zur Klimaanpassung
Mit zusätzlichen Bäumen und entsiegelten Flächen soll Schöneck besser auf zunehmende Hitzeperioden vorbereitet werden. Das im Februar von der Gemeindevertretung beschlossene Klimaanpassungskonzept nennt unter anderem natürliche Verschattung im öffentlichen Raum, Entsiegelung und klimaangepasste Begrünung als Maßnahmen.
„Wir haben mit der ‚Gemeindeverwaldung‘ zunächst die Bürgerinnen und Bürger gefragt, wo aus ihrer Sicht Bäume fehlen. Jetzt wollen wir gemeinsam mit Ortsbeiräten und der Gemeindeverwaltung herausfinden, was davon machbar ist und Schritt für Schritt umgesetzt werden kann“, fassen die Grünen das weitere Vorgehen zusammen. Ihr Antrag soll in der Sitzung der Gemeindevertretung am 1. Oktober beraten werden.
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